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Preis der Welpen

Ein paar Worte zum Preis der Welpen:

Ich werde immer mal wieder gefragt: ”Haben Sie nicht auch Welpen ohne Papiere? Ich brauche sie nicht, ich will den Hund nur für Privat und ich will auch ganz bestimmt nicht züchten. Und ich möchte für die Papiere nicht so viel Geld ausgeben.”

Erst einmal muss ich dazu sagen: Ein korrekter VDH Züchter darf nicht ohne Papiere züchten. Er muss jeden Wurf komplett ohne Ausnahme dem Zuchtbuchamt des Vereins melden!

Eine VDH Ahnentafel ist nicht nur ein Papier, sondern eine Urkunde, die die Abstammung des Hundes mit all seinen Vorfahren garantiert !

Also ein Qualitätsnachweis in Bezug auf Gesundheit, Wesen, Haltung usw.

Um als Züchter diesen Qualitätsnachweis, d.h. eine VDH Ahnentafel ( Logo des VDH muss auf der Ahnentafel sein) für die Welpen zu bekommen, müssen ziemlich viele Anforderungen erfüllt werden, die alle mit zum Teil hohen finanziellen Aufwendungen verbunden sind. Ein seriöser Züchter wird sich von sich aus bemühen, diese Anforderungen und mehr zu erfüllen, um den zukünftigen Welpenkäufern einen guten, gesunden Hund ruhigen Gewissens geben zu können.

Zunächst einmal müssen die strengen Zucht- und Eintragungsbestimmungen des Vereins, begründet auf den Anforderungen des VDH, erfüllt werden. Das heißt, der Rüde und auch die Hündin haben verschiedene Prüfungen und Untersuchungen zu durchlaufen, haben ein Mindestalter zu beachten, die Anzahl und der Abstand der einzelnen Würfe ist genauso begrenzt wie das Höchstalter.

Um mit einem Hund überhaupt züchten zu können, ist es lt. diesen Bestimmungen erforderlich:

  • · - Eine Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden zu haben
  • · - Ein Mindestalter zu beachten
  • · - Ein Höchstalter zu beachten
  • · - Eine Jährliche Augenuntersuchung zu bestehen
  • · - Eine Röntgenuntersuchung auf Hüftgelenksdisplasie ( HD) durchführen zu lassen
  • · - Einige Ausstellungen mit dem Hund zu besuchen, um auch andere züchterische Meinungen zu erhalten in Bezug auf evtl Fehler des Hundes, die es auszugleichen gilt
  • · - Und letztendlich genetische Untersuchungen auf
  • · -
  • · - PRA Progressive Retina Athrophie (der Hund wird blind durch diese unheilbare Krankheit, manchmal auch in einem sehr frühen Alter von einem Jahr)
  • · - FN unheilbare Nierenerkrankung , die bereits im Alter ab 9 Monaten auftreten kann und die garantiert bis zum Alter von 2 Jahren zum Tode führt
  • · - ..
  • · Bevor eine Hündin gedeckt wird, wird der Züchter, um gesunde Welpen zu erhalten, freiwillig beim Tierarzt vorstellig, um einen Abstrich machen zu lassen, der dann auf mögliche Bakterien untersucht wird und es möglich macht, die Hündin noch vor dem Decken behandeln zu lassen.
  • Das Gleiche gilt für den Rüden. Auch er wird untersucht und ggf. behandelt, damit er keine Bakterien auf die Hündin überträgt, die die zukünftigen Welpen krank machen könnten.
  • Bei einigen Hündinnen ist es evtl. nötig, den richtigen Decktag vom Tierarzt bestimmen zu lassen, dafür ist eine spezielle Untersuchung nötig.
  • Dann kommen die Aufwendungen für das Welpenzimmer hinzu. Eine speziell angefertigte Wurfkiste, ein Welpenauslauf für das Alter ab 3 Wochen, evtl. ein Auslauf für den Garten, damit die Welpen nicht ausbüchsen können.
  • Wäsche für die Wurfkiste, eine gut funktionierende Waschmaschine und Trockner, der täglich während des Wurfes manchmal dreimal in Gang gesetzt werden muss.
  • Letztendlich dann das nicht unerhebliche Deckgeld für den Rüden, sowie die Reisekosten, die Hündin fährt zweimal zum Decken. Bei weit entfernt wohnenden Deckrüden kommen auch noch Übernachtungen hinzu.
  • Vor dem Wurf, während der Trächtigkeit, insbesondere während der Säugeperiode der Welpen, hochwertiges besonderes Futter für die Hündin.
  • Spezielles Welpenaufzuchtfutter für die kleinen, wie z. Bsp. Welpenmilch, Baby-Nahrung, fein durchgedrehtes mageres Muskelfleisch wie Tatar und das in hohen Mengen.
  • Auch außerhalb der Würfe werden die Hunde hochwertig ernährt, gesund erhalten, damit bei späteren Würfen keine Mangelerscheinungen der Welpen auftreten.
  • Und immer wieder Ausstellungen und die damit verbundenen Reisekosten.
  • Dann kommen die Werbekosten und Anzeigen für die Tageszeitungen, eine evtl Internetpräsenz des Züchters, die Bewirtung potenzieller Welpenkäufer, die sich der Züchter ganz genau ansehen wird, was nur durch längere Gespräche erfolgreich sein kann, wo dann der gewissenhafte Züchter erst entscheiden wird, ob die Leute überhaupt einen Welpen bekommen können..
  • Wenn der Welpe dann abgegeben wird, Futter für die ersten Tage, ein Drybed oder ein Tuch, damit der Welpe kein Heimweh bekommt. Für die neuen Besitzer dann zumindest eine Foto CD, auf der die Entwicklung der Welpen genau dokumentiert ist, einen Futterplan mit genauen Anweisungen, ein Halsband und eine Leine und in der Regel auch ein Lieblingsspielzeug .
  • Der Welpe ist dann schon mehrfach entwurmt, das erste mal geimpft vom Tierarzt und auch geschippt und mit einem Euroimpfpass versehen.
  • Der Tierarzt war evtl. auch schon vorher da, um den Wurf zu untersuchen. Und dann kommt die Kontrolle des Zuchtwartes des Vereins, ob alles in Ordnung ist. Die Welpen erhalten einzeln ein Abnahmeprotokoll. Der Zuchtwart und die dann erstellten Papiere müssen vom Züchter ebenfalls bezahlt werden.
  • Überhaupt nicht mit Geldwert aufzurechnen, sind die unzähligen Stunden der Arbeit des Züchters mit immer damit verbundenen Nachtschichten. In der Regel auch ein genommener Urlaub vom Hauptberuf.
  • Da die Cocker Spaniel getrimmt werden müssen, wird der Züchter in Regel auch das erste Trimming im Alter von ca. 9-10 Monaten umsonst, also kostenlos für den neuen Besitzer übernehmen. Er wird auch immer wieder telefonisch zu irgendwelchen Fragen manchmal auch mitten in der Nacht zur Verfügung stehen,
  • Er wird auch Erstlingsbesitzern jederzeit hilfreich zur Seite stehen und Erziehungstipps kostenlos erteilen .
  • Ich denke nach dieser kurz und knapp gehaltenen Auflistung ist es klar, dass kein seriöser Züchter die Welpen zu einem Preis von 300 Euro abgeben kann und es ist auch klar, dass dann ein Welpe incl. 1. Impfung eigentlich wirklich mit 1050 bis 1500 Euro nicht überbezahlt ist.
  • Es ist auch weiterhin klar, dass, je älter die Welpen werden, der Hund eigentlich nicht billiger, sondern eher teurer werden muss.
  • Denn ein seriöser Züchter ist eben kein Supermarkt, der die Welpen zum Sonderpreis produziert.
  • Es ist mir daher unverständlich, wie es gehen kann, dass manche ”Züchter” die Welpen zu einem wesentlich niedrigeren Preis , wie z. Bsp. 300 eur abgeben. Ich kann daher nur annehmen, dass mit den Hunden etwas nicht stimmt und man das ersparte Geld später lieber zu einem Tierarzt trägt..
  • Die Welpen bei einem seriösen VDH Züchter werden im Alter von ca. 10 Wochen z. Zt. immer nur zu einem Preis in Höhe von ca. 1050 – 1500 eur abgegeben.
  • Ich denke, dass nach diesen Ausführungen klar ist, warum die Ahnentafel nicht nur ein Stück Papier ist, sondern ein Qualitätsmerkmal für die Gesundheit, das Wesen und die Aufzucht bedeutet und dass ein Hobbyzüchter eigentlich viel mehr Geld in die Hunde hineinsteckt, als später über den Welpenpreis heraus kommt.
  • Grundsätzlich ist es aber so, das der Preis für ältere Hunde immer erst nach oder während des Besuchs der zukünftigen Besitzer von mir festgelegt wird. Und es ist auch so, dass ich immer mit mir reden lasse.
  • Aus der Erinnerung heraus ein Zitat eines unbekannten Autors auf die Frage , wie er denn beim Hundezüchten innerhalb kurzer Zeit reich geworden sei:
  • ” Ich habe ein Startkapital von 1000 DM gehabt.
  • Ich habe immer hart gearbeitet,
  • die Hunde waren nur bestens ernährt und gepflegt,
  • ich habe dann im 2. Jahr von meiner Oma 100.000 DM geerbt und
  • besitze jetzt im 4. Jahr noch 90.000 DM”
  • Ich denke, das sagt alles und regt zum Nachdenken an

 

Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was
Liebe und Geliebt werden heißt.
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

„Man kann auch ohne Hund leben – aber es lohnt sich nicht!“ Diese legendäre Philosophie des Schauspielers Heinz Rühmann wird leider nicht von allen geteilt.

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